Die Stiftung

Die Stiftung ProAlter – für Selbstbestimmung und Lebensqualität – wurde zum 1. Oktober 2007 vom KDA e. V. gegründet. Die Stiftung will Selbstbestimmung und Lebensqualität für das hilfebedürftige und das hilfreiche Alter erhöhen, indem sie soziale Netzwerke Älterer für Ältere ermutigt und die Bildung neuer Netzwerke anregt und unterstützt. Die Stiftung realisiert ihre Arbeitsschwerpunkte in Form von Projekten mit definierten Zielen, einem bestimmten Zeitrahmen, einem klaren Arbeitsprogramm, der Evaluation der Ergebnisse und einer gesicherten Finanzierung.

Die Stiftung bietet eine Plattform für Kooperationen in allen Fragen des hilfreichen Alters, aber auch für weitere altersbezogene Themen, um Ziele auf einer gemeinsamen Basis zu verfolgen und durchzusetzen. Das KDA hilft beim weiteren Aufbau der Stiftung und der Stiftungsorganisation durch Kooperation von KDA, KDA GmbH – dem Tochterunternehmen des KDA, das als Wirtschaftsbetrieb Projekte und Beratungen durchführt – und der Stiftung.

Die Stiftung ist unabhängig und parteipolitisch neutral. Die zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde hat die Stiftung als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Köln anerkannt. Die Oberfinanzdirektion Köln hat der Stiftung die Gemeinnützigkeit zuerkannt.

Warum ist das nötig?

Im Dezember 2009 waren in Deutschland 2,34 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Hinzu kamen etwa 3 Millionen Menschen, die hauswirtschaftliche Hilfe benötigten. Die Zahl der älteren Menschen und der Hilfe- und Pflegebedürftigen unter ihnen wird bei weiter steigender Lebenserwartung zunehmen, vor allem durch die stark wachsende Zahl der über 80-Jährigen und der demenziell Erkrankten. Die Generation der 40- bis 65-Jährigen wird einen großen Anteil der Bevölkerung ausmachen. Sie sind nicht nur die älteren Erwerbstätigen, sondern zudem zu über 50 Prozent die Hauptpflegepersonen.
Ein Leben zwischen Erwerbstätigkeit und Pflege führt zu besonderen Belastungen in den familiären und beruflichen
Netzwerken. Diese Generation darf nicht überfordert, sie muss entlastet werden.
Im Übrigen wünschen sich fast alle Menschen mit Hilfe- und Pfegebedarf, so lange wie möglich zu Hause zu leben.
Dabei müssen sie unterstützt werden.

Dabei denken wir zum Beispiel an

  • die Unterstützung von Selbsthilfeorganisationen, die nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe arbeiten
  • die Entlastung von Angehörigen demenzkranker Menschen durch Hilfen im Alltag und zeitweise Betreuung
  • die Organisation ehrenamtlicher Hilfen in Heimen als Unterstützung und Ergänzung der dort beruflich Tätigen
  • Hilfen für Angehörige, um Erwerbstätigkeit und Pflege besser vereinbaren zu können, auch durch die Zusammenarbeit mit Betrieben, die Qualifizierung der Freiwilligenarbeit
  • Älterer und ihre Zusammenarbeit mit den hauptamtlich in der Altenhilfe Tätigen

Das schließt generationenübergreifende Formen der Hilfe und Unterstützung der jüngeren und
jüngsten Generationen nicht aus, sondern ein!