Wettbewerb "Das hilfreiche Alter in der Geriatrie"

Zahlreiche ältere Menschen leisten bereits vielfältige Hilfen für andere ältere Menschen: Von den Angehörigen von Menschen mit Hilfebedarf über freiwillig unmittelbar Helfende bis zu den ehrenamtlich in Organisationen für Ältere engagierten Menschen. Demografisch bedingt wird der Hilfebedarf für ältere Menschen steigen. Das ebenfalls wachsende Potential der Hilfe von Älteren für Ältere bietet aber zugleich eine Ressource, die intensiver erschlossen und wirksamer unterstützt werden muß.

Auch in den rund 400 geriatrischen Kliniken in Deutschland werden ehrenamtliche Dienste erbracht. Dazu gehören nicht nur Besuchsdienste -- am bekanntesten sind wohl die Grünen Damen und Herren - , sondern zum Beispiel auch Lotsen für Menschen mit Demenz, Bibliotheksdienste,Sitzwachen oder ehrenamtliche Therapiehelferinnen.Über die Rolle und Bedeutung dieser ehrenamtlich erbrachten Dienste ist zu wenig bekannt.

Die Stiftung ProAlter führte deshalb zusammen mit dem Kuratorium Deutsche Altershilfe und in Kooperation mit dem Bundesverband Geriatrie einen Wettbewerb „Das hilfreiche Alter in der Geriatrie“ durch, der dazu beitragen soll, solche Dienste bekannter zu machen.

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung des bundesweiten Wettbewerbs „Das hilfreiche Alter in der Geriatrie“ zeichnete die Stiftung ProAlter am 18.4.2013 im Albertinen-Haus in Hamburg die Gewinner aus. An acht ehrenamtliche Dienste wurden Preisgelder von insgesamt 25.000 Euro vergeben. Die prämierten Dienste sind herausragende Beispiele für das freiwillige Engagement älterer Menschen in geriatrischen Krankenhäusern.

Den 1. Preis mit 10.000 Euro erhielten die Grünen Damen und Herren (eKH) im Johanniter-Krankenhaus der Evangelischen Kliniken Bonn gGmbH, die seit 1973 im Krankenhaus wirksam sind. Damals boten 28 Freiwillige ihren Dienst an, heute sind es bereits 50 ehrenamtliche Damen und Herren. Die Grünen Damen und Herren arbeiten ergänzend und nicht in Konkurrenz zu den hauptamtlichen Mitarbeitenden, den pflegerischen Bereich berühren sie nicht. Über die Jahre hat sich ein gemeinsames Verständnis zwischen den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden herausgebildet, das den Patienten zugutekommt. Die weiteren Preise gingen an Projekte, die ebenfalls den Zielen des Wettbewerbs besonders gut entsprachen und deren Erfahrungen sich gut in geriatrische Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet übertragen lassen.

Weitere Informationen

1. Ausschreibung
Ausschreibungsfaltblatt
(August 2012, PDF)
Bewerbungsleitfaden als pdf.-Dokument und als doc.-Dokument
Pressemitteilung vom 6.8.2012 (PDF)

2. Ergebnisse
Programm zur Veranstaltung und Preisverleihung am 18.4.2013 in Hamburg (PDF)
Dokumentation (April 2013, PDF)
Pressemitteilung vom 18.4.2013 (PDF)
Bericht über die Preisverleihung des bundesweiten Wettbewerbs „Das hilfreiche Alter in der Geriatrie“
am 18. April 2013 in Hamburg
(PDF)

3. Hilfreiche Informationen
Ehrenamtliche in der Geriatrie - Handreichung zum Auf- und Ausbau der Freiwilligenarbeit in geriatrischen Einrichtungen (PDF)

Impressionen von der Preisverleihung

Barbara Drews, Leiterin der Grünen Damen und Herren im Johanniter Krankenhaus in Bonn, freut sich über den 1. Preis. Mit ihr freut sich Prälat i. R. Rudolf Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung ProAlter: “Mit dem Wettbewerb ist es uns gelungen, herausragende Beispiele für das Ehrenamt im geriatrischen Krankenhaus zu finden und diese öffentlich auszuzeichnen!”

Links: Prof. Dr. Thomas Klie: “Das Ehrenamt ist eine wertvolle Tradition und ein wichtiger Beitrag zum menschlichen Gesicht des Krankenhauses.”

Mitte: Gemeinsam für das Ehrenamt: Anneliese Florack (Katholische Krankenhaus-Hilfe) Prälat i.R. Rudolf Schmidt (Stiftung ProAlter) und Gabriele Trull (Evangelische Krankenhaus-Hilfe)

Rechts: Jurymitglied Friedhilde Bartels (Albertinenhaus) übergibt eine Anerkennungsurkunde für das Ehernamt in der Klinik für Geriatrische Rehabilitation Maria Frieden in Telgte. “Nicht nur die Vielfalt der Angebote, vor allem die Tatsache, dass sie zu knapp einem Viertel von Männern ausgeführt werden, hat die Jury überzeugt”, so Klaus Großjohann.

Links: Die Moderatorin Anneke Gittermann (li.) im Interview mit Pfarrer Theo Berggötz und Luise Drews von der Evangelischen Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppur

Mitte: Gabriele Trull, Leiterin der evangelischen Krankenhaus-Hilfe (ekH), gratuliert Britta Lippmann (re.) vom ehrenamtlichen Dienst im Kleiskklinikum Darmstadt-Dieburg zu ihrer Anerkennung.

Rechts: Sogar das Wetter spielte mit: Preisträger(innen), Jurymitglieder und Förderer genießen die sonnige Mittagspause.

Links: Ein 2. Preis ging an das Ehrenamtliche Netzwerk in der Aerpah-Klinik Esslingen-Kennenburg.

Mitte: Barbara Drews, Leiterin der Grünen Damen und Herren im Johanniter Krankenhaus in Bonn, bekommt den 1. Preis von Dirk van den Heuvel, Bundesverband Geriatrie, überreicht.

Rechts: Die Grünen Damen und Herren haben im Albertinenhaus eine langjährige Tradition. Rund 60 freiwillige Helfer(innen) sind derzeit im Albertinenhaus beschäftigt.

Links: Pfarrerin Birgit Zander (li., Dominikus Krankenhaus, Berlin) und Barbara Drews (re., Johanniter Krankenhaus, Bonn) freuen sich über ihre Auszeichnungen im Wettbewerb.

Mitte: Angelika Gräfin vom Hagen spricht aus eigener Erfahrung: “Wer einmal im Ehrenamt steckt, der kann seine Finger nie wieder davon lassen!”

Rechts: Klaus Großjohann (Stiftung ProAlter) würdigt die Arbeit der “Sonnenstrahlen für Patienten”: “Vor allem die ungewöhnlichen Angebote des freiwilligen Dienstes und das vorherrschende Motto `’Freude macht gesund` haben uns begeistert!” (Mitte: Dirk van den Heuvel, Bundesverband Geriatrie, rechts: Hildegard Mußmächer, AWO Würzburg)